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Schulungsübersicht
Wissensrepräsentation und Grundlagen des Ontologie-Engineerings
Warum ist das Ontologie-Engineering für KI und Unternehmensarchitektur wichtig?
- Aufstieg semantischer Technologien, Wissensgraphen sowie KI-Systeme im unternehmerischen Umfeld
- Unterschiede zwischen Ontologien, Taxonomien und kontrollierten Vokabularen verstehen
- W3C-Standards: RDF, OWL, RDFS, SKOS – die Grundlagen des semantischen Webs
- Praktische Anwendungen: Gesundheitsontologien (z. B. SNOMED CT), Fertigung, Verteidigungstechnik, autonome Systeme sowie öffentliche Verwaltung
Kernthemen und Begrifflichkeiten des Ontologie-Engineerings
- Klassen, Eigenschaften, Individuen sowie Datentypen in formal definierten Ontologien
- Beschränkungen, Axiome sowie logische Grundlagen der Schlussfolgerung
- Allgemeine Top-Level-Ontologien wie BFO, DOLCE und UFO – Basis für domänenübergreifende Anwendungen
- Entwurf von Domänen-spezifischen Ontologien: Automobilindustrie, Gesundheitswesen, Luft- und Raumfahrt sowie Finanzdienstleistungen
Cameo Concept Modeler – Kernfunktionen und bewährte Praktiken
Einführung in Cameo Concept Modeler
- Das Produktportfolio von Emerging Markets Suite sowie die Rolle des Tools beim Aufbau von Ontologien
- Durchführung durch die Benutzeroberfläche: Arbeitsbereich, Werkzeugpalette, Diagrammtypen sowie Eigensinspektoren
- Installation, Lizenzierung und Konfiguration der Umgebung für Unternehmenseinsätze
Erstellung von Ontologie-Strukturen und Beziehungen
- Anlegen von Klassen samt Verwaltung der Hierarchien durch Subklassen- und Superklassenschlussfolgerungen
- Objekteigenschaften: Arten von Beziehungen, Unterbegriffe sowie Einschränkungen bei den Verknüpfungen
- Datenattribute: Eigenschaften, Datentypen sowie Beschränkungen hinsichtlich Gültigkeitsbereich und Wertebereich
- Erstellung von Domänenmodellen mithilfe konzeptueller Schemata und spezieller Diagrammtypen
Entwurfsmuster für Ontologien in Cameo Concept Modeler
- Gängige Entwurfsmuster: Teil-Hierarchie, Hierarchiestruktur, Rollenbeziehung und zeitliche Sequenzen
- Nutzung einer Bibliothek mit wiederverwendbaren Mustern zur Anpassung an spezifische Domänenmodelle
- Einsatz patternbasierter Methodik bei typischen unternehmerischen Aufgabenstellungen
- Frequente Modellierungsfehler sowie Maßnahmen zu deren Vermeidung
Aufbau von Wissensgraphen und semantische Modellierung
Von der Ontologie zum konkreten Wissensgraphen
- Transformation konzeptueller Modelle in RDF-Darstellungen sowie Graphdatenbanken
- Datenintegration unter Nutzung von Ontologien zur Harmonisierung unterschiedlicher Datenquellen
- Bridging zwischen klassischen Entitäts-Beziehungsmodellen und Wissensgraphen-Schemata
- Import vorhandener Datenmodelle in die Arbeitsabläufe von Cameo Concept Modeler
Fortgeschrittene Techniken der semantischen Modellierung
- Aufbau mehrdimensionaler Ontologien sowie Abstimmung über Domänengrenzen hinweg
- Strategien zum Zusammenführen und harmonisieren von Ontologien bei großen Projekten
- Versionierung sowie Änderungsverwaltung dynamisch weiterentwickelter Ontologien
- Erstellung spezialisierter Sub-Ontologien gemäß EL-, RL- und QL-Kriterien zur Interoperabilität
OWL-Darstellung, Schlussfolgerungsverfahren und Validierung
Export von Modellen in OWL-Formate
- Auswahl der passenden OWL 2-Profilversionen: EL, QL, RL oder DL – je nach Nutzungszweck
- Speichern von Modellen aus Cameo Concept Modeler in den Formaten OWL/XML, Turtle und RDF/XML
- Einfügen bestehender OWL-Ontologien zum weiteren Bearbeiten oder Visualisieren
- Übersetzungsverfahren für unterschiedliche Darstellungen von Ontologien
Schlussfolgerungsverfahren und logische Konsistenz
- Einsatz von Schlussfolgerungstools wie HermiT, Pellet oder FaCT++ zur Automatisierung der Inferenzprozesse
- Konfiguration solcher Werkzeuge innerhalb des Workflows von Cameo Concept Modeler
- Ermittlung inkonsistenter Strukturen, Klassifizierung sowie Fehleranalyse bei den Modellen
- Entwicklung und Überprüfung spezifischer logischer Regeln zur Steuerung der Schlussfolgerungen
Methode zur Testung und Validierung von Ontologien
- Automatisierte Prüfverfahren für Korrektheit, Strukturvollständigkeit sowie logische Konsistenz
- Manuelle Verifizierungsstrategien: Instanzprüfungen, Mustertestung sowie Begutachtung durch Fachexperten
- Qualitätsindikatoren: strukturelle Kohärenz, Vollständigkeit der Axiome und Abstimmung zwischen Domänen
Ontologien im Rahmen von Unternehmensarchitektur sowie Systems Engineering (MBSE)
Anwendung von Ontologien in der Enterprise Architecture
- Integration von Domänen-Ontologien mit gängigen Architekturframeworks wie TOGAF und Zachman
- Modelle zur Geschäftsfähigkeiten-Definition mithilfe formal definierter Ontologien
- Verknüpfung strategischer Ziele, Geschäftsprozesse sowie Dateninhalte über ontologische Strukturen
- Aufbau einer zentralen Wissensbasis für Entscheidungsfindungsprozesse im Unternehmen
Ontologie-basierte MBSE-Prozesse mit Cameo SysML und PTC Creo Model Center
- Kombination von Ontologien mit SysML-Diagrammen sowie Anforderungsmodellen
- Rückverfolgbarkeit von Systemanforderungen mittels logisch geführten Verifikationsprozessen
- Analyseverfahren durch Cameo Concept Modeler und Cameo SysML im Rahmen des Systems Engineerings
- Ausschreibung technischer Anforderungen unter Nutzung formaler Konzeptmodelle sowie ontologisch abgesicherter Validierungsmethoden
Schnittstellen zu Protégé und Magic Studio
- Interoperabilität zwischen Cameo Concept Modeler und dem Tool Stanford Protégé
- Abläufe in Protégé zur Erstellung von Ontologien, Nutzung von Inferenzwerkzeugen sowie Erweiterungsmöglichkeiten via Plug-ins
- Einsatz von Magic Studio für kooperative Verwaltung und gemeinsames Bearbeiten interner Wissensmodelle
- Gesamtes Tool-Ökosystem aus Cameo, Protégé sowie Magic Studio zur abgestimmten ontologischen Entwicklung
Kapitel 6: Ontologien als Basis für KI-Fähigkeiten und intelligente Systeme
Gestrukturiertes Wissen im Dienst der großen Sprachmodelle
- Ontologie-gestützte Wissensgraphen zur Verbesserung der Abfragenverarbeitung bei LLMs (Retrieval-Augmented Generation)
- Nutzung spezialisierter Domänen-Ontologien als Sicherheitsmechanismen gegen fehlerhafte Outputs von KI-Systemen
- Semantische Suchfunktionen durch auf Ontologien basierte Indexstrukturen
- Kombination von Vektordatenbanken mit traditionellen Wissensgraphen – hybride Architekturansätze
Ontologie-Einsatz in Machine Learning Pipelines
- Ableitung sinnvoller Merkmale aus konzeptuellen Strukturen für lernfähige Algorithmen
- Methoden zur automatisierten Beschriftung von Trainingsdaten mit Hilfe ontologischer Regelwerke
- Nutzung gängiger Graph-Algorithmen (z.B. node2vec, TransE) für die Einbettungsprozesse von Graphenelementen in Vekträume
- Modellierung kontrollierter Meta-Datenströme und Automatisierung der ML-Pipelines mittels Ontologien
KI-optimierte Architekturen samt MLOps für datenzentrierte Systeme
- Erarbeitung von Datenarchitekturen unter Einbezug formaler Wissensstrukturen im Sinne künstlicher Intelligenz
- Verwaltungsverfahren für fortlaufende Änderungen an Wissensgraphen sowie deren Versionierung und Governance
- Integrationen in moderne MLOps-Systeme zur ständigen Beobachtung der Modelle in Produktionsumgebungen
- Automatische Überwachungsmechanismen, um relevante Veränderungen im Anwendungsbereich frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Modellanpassungen auszulösen
Fortgeschrittene Aspekte des Ontologie-Engineerings und Managementstrategien
Governance sowie Verwaltungsprozesse in Unternehmen
- Richtlinien zur Steuerung von Entwicklungs-, Genehmigungs- sowie Publikationsprozessen von Ontologien
- Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Stakeholdern über geteilte Workspaces und gemeinsame Editieroptionen für mehrere Autoren
- Dokumentationsmechanismen, Änderungslogs sowie Nachweisführung zur Absicherung der Qualitätskontrolle
- Möglichkeiten monetärischer Nutzung und strategische Einbindungen in Firmeninternes Wissensmarketing
Interoperabilität: Plattformübergreifende Modellierungsmethoden
- Bewusste Verwendung von SKOS-Vokabularen zur konsistenten Verwaltung interner Fachterminologien
- Nutzung der Linked Open Data-Prinzipien sowie Verbindungen zu externen Wissensressourcen wie DBpedia, Wikidata oder Schema.org
- Abfragen von Ontologien durch SPARQL – zentrale Kommunikationssprache für semantische Datenbanken
- Einsatz moderner Graphdatenbank-Systeme wie Neo4j, Amazon Neptune sowie spezialisierter RDF-Tripelstores in Kombination mit Wissensmodellen
Komplexe Szenarien und praktische Anwendungsfälle aus der Praxis
- Einsatzbereiche in Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigungstechnik mit Normierungen wie MIL-STD und System-System-Modellierung
- Medizinische Anwendungsbereiche: klinische Klassifikationen, FHIR-Funktionalität sowie Diagnoseassistenzsysteme
- Industriezweige wie Fertigung oder Logistik – Standards für Branchen-Ontologien und IoT-gestützte Wissensgraphen
- Sicherheitsrelevante Felder: Risikoanalyse, regulatorische Meldewesen sowie Compliance-Regelungen mittels speziell strukturierten Normmodellen
Abschlussprojekt – Entwurf einer Unternehmens-Ontologie
Praktische Aufgabenstellung im gesamten Lebenszyklus des Projekts
- Erarbeitung eines realistischen Domänenmodells mit konkreten Problemstellungen aus dem unternehmerischen Alltag
- Gestaltung der Klassenhierarchie, Erstellung von Objekt- und Dateneigenschaften samt notwendigen Beschränkungsaxiomen unter Nutzung des Cameo Concept Modeler
- Speichern und anschließende Validierung mittels automatisierter Inferenzwerkzeuge gemäß OWL-Vorgaben
- Zusammenarbeit mit dem Werkzeug Protégé zur gemeinsamen Bearbeitung der Konstrukte sowie umfassenderer Verifizierungsmaßnahmen
- Erstellung einer konkreten Graphenrepräsentation und Anbindung an ein externes RDF-Datenlager
- Präsentation des Modells einschließlich Begründungen für die gewählte Architektur, Verwaltungsstrategien sowie zukünftigen KI-Aktivitäten
Ausblick auf Trends der Zukunft, Berufsperspektiven und Karriereentwicklung
Neue Entwicklungen im Bereich Ontologie-Engineering sowie semantischer KI
- Möglichkeiten der Synergie zwischen generativer KI und Wissensgraphen für moderne intelligente Systeme
- Einsatzüberlegungen: wann ist ein Rückgriff auf klassische Ontologien nötig, wann genügen Vektor-Abhängigkeiten allein?
- Aktuelle Entwicklungen in W3C-Gremien hinsichtlich OWL 2.3 sowie Erweiterungen von SKOS-Spezifikationen
- Ontologie-Einsatz im Rahmen der Industrie 4.0: Antriebskraft hinter digitalen Zwillingen und Echtzeitmodellierungstechniken
- Verbindung unterschiedlicher Repräsentationsformate wie Text, Graphenstrukturen sowie neuronale Netzwerke zu komplexeren Wissensdarstellungen
Bildungswege und Qualifikationsmaßnahmen zur beruflichen Weiterentwicklung
- Erlernen von zusätzlichen Fähigkeiten wie dem Umgang mit RDF/SPARQL, Python-Bibliotheken für Ontologien (z.B. RDFLib, PyJena) sowie Algorithmen aus der Graphenanalyse
- Qualifikationsmöglichkeiten innerhalb des MBSE-Bereichs durch INCOSE-Zertifizierungen oder SysML-Spezialisierung
- Anerkannte Zusatzausbildungen für IT-Architekten wie TOGAF- sowie ArchiMate-Zertifikationen
- Schaffung eines eigenen Portfolios mit beispielhaften Beiträgen zu Wissensgraphen, publizierten Modellen und Fallstudien aus dem beruflichen Umfeld
- Mitarbeit an offenen Ontologie-Projekten sowie Mitwirkung in der Entwicklung zukunftsfähiger Standards innerhalb des öffentlichen W3C-Umfelds
Voraussetzungen
Für die Teilnahme an diesem Kurs sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.
Zielgruppe:
- Systemingenieure, die sich mit Architekturmodellierung und Systemdesign beschäftigen.
- Praktiker des Modellbasierten Systems-Engineerings (MBSE).
24 Stunden
Erfahrungsberichte (2)
Trainerwissen, Engagement und Verbindung
Adam Kuklewski - GE Medical Systems Polska
Kurs - Technical Architecture and Patterns
Maschinelle Übersetzung
Die direkte Beziehung zu unserem Arbeitsgegenstand in den Beispielen
Gabriel Gutierrez - ARGOTEC S.r.l.
Kurs - Systems Modelling with SysML
Maschinelle Übersetzung