Schulungsübersicht
Phase 1 – Bekommen Sie Claude Code kennen – 55 Minuten
- Was Claude ist und was Claude Code von der normalen Chat-Funktion unterscheidet
- Die Claude-Produktfamilie: claude.ai, Claude Desktop, Claude Code (CLI) und ihre Zusammenhänge
- Schlüsselring: Navigation in der Claude-App, Start einer Coding-Sitzung und Verständnis des Arbeitsbereichs
- Wie Claude Code denkt: der Zyklus aus beschreiben → planen → handeln → überprüfen
- Verständnis von Berechtigungen: Warum Claude nachfragt, bevor es Dateien erstellt oder Code ausführt
- Ihr erster Build: Bitten Sie Claude, eine einfache, gestaltete Website aus einer Sätze-Beschreibung zu erstellen
- Iteration der Ergebnisse: „Mache die Kopfzeile größer“, „Ändere die Farbskala“, „Füge eine Navigationsleiste hinzu“
- Geführte Übung: Teilnehmer öffnen die Claude-App, starten eine Claude-Code-Sitzung und erstellen eine personalisierte „Über mich“-Webseite, indem sie ihre Wünsche in einfacher Sprache beschreiben. Sie üben, ihre Ergebnisse durch weitere Anweisungen zu verfeinern.
Ziel: Alle fühlen sich mit dem Interface wohl und haben die Hürde der ersten Interaktion überwunden.
Pause – 10 Minuten
Phase 2 – Echte Dinge mit einfacher Sprache erstellen – 70 Minuten
Dies ist der Kern des Vormittags. Die Teilnehmer absolvieren vier zunehmend komplexe Aufgaben ausschließlich mithilfe natürlicher Spracheingaben (Prompts).
- Aufgabe 1 – Interaktives Dashboard: Bitten Sie Claude Code, ein gestaltetes Dashboard zu erstellen, das Beispieldaten mit Diagrammen, Statistiken und einem sauberen Layout anzeigt. Üben Sie das Erteilen von Designrichtlinien: „Verwende ein dunkles Theme“, „Füge eine Seitenleiste hinzu“, „Mache es responsive.“
- Aufgabe 2 – Datenanalyse: Geben Sie Claude eine Beispieldatei (CSV) und bitten Sie es, die Daten zusammenzufassen, Trends zu identifizieren, Höchst- und Tiefstwerte zu finden und ein visuelles Diagramm zu erstellen. Dies demonstriert, wie Claude Code für Sie schreibt und ausführt.
- Aufgabe 3 – Dokumentengenerator: Bitten Sie Claude, eine Datendatei zu lesen und einen formatierten Bericht zu erstellen – z. B. eine Verkaufszusammenfassung, einen Projektstatusbericht oder ein Meeting-Protokoll. Zeigt, wie Claude rohe Daten in polierte Ergebnisse verwandeln kann.
- Aufgabe 4 – Automatisierungstool: Bitten Sie Claude, ein einfaches Utility zu bauen – einen Währungsumrechner, ein Quiz-Programm oder einen Haushaltskalkulator. Führt in die Idee ein, dass Claude interaktive Tools erstellen kann, nicht nur statische Seiten.
Nach jeder Aufgabe erklärt der Dozent, was Claude im Hintergrund getan hat: Welche Dateien es erstellt hat, welchen Code es geschrieben hat und wie man die Ausgabe liest. Die Teilnehmer dokumentieren ihre besten Prompts in einer gemeinsamen Prompt-Bibliothek (Prompt Playbook).
Pause – 10 Minuten
Phase 3 – Effizienter mit Claude Code arbeiten – 50 Minuten
- Die Kunst des guten Promptings: Spezifische vs. vage Anweisungen
- Live-Demo: Seitenaufstellung schwacher und starker Prompts für dieselbe Aufgabe
- Iteration und Verfeinerung: Bitten Sie Claude, seine Entscheidungen zu erklären, Änderungen rückgängig zu machen oder einen anderen Ansatz zu versuchen
- Arbeiten mit hochgeladenen Dateien: „Lies dieses Dokument und fasse es zusammen“, „Wandle diese Tabelle in ein Diagramm um“
- Mehrschrittige Workflows: Verkettung von Anfragen, um komplexe Ausgaben zu erstellen („Analysiere zuerst diese Daten, erstelle dann ein Dashboard aus den Ergebnissen“)
- Verständnis von Kosten und Nutzung: Wie Tokens, Kontextfenster und Abonnementstufen funktionieren
- Wann Claude Code vs. normaler Claude-Chat verwendet wird
- Geführte Übung: Teilnehmer nehmen eines ihrer Projekte aus Phase 2 und erweitern es um zwei neue Funktionen mithilfe einer mehrstufigen Prompt-Kette. Sie vergleichen anschließend ihre Prompts vor und nach der Änderung, um zu identifizieren, was den Unterschied ausmachte.
Ziel: Aufsteigen von „es funktioniert“ zu „ich kann konsistent großartige Ergebnisse erzielen.“
Pause – 10 Minuten
Phase 4 – Ihre Claude-Workflows: Live-Entwicklungs-Sitzung – 60 Minuten
In dieser Phase ändert sich die Energie im Raum. Anstatt im Alleingang zu üben, baut die Gruppe gemeinsam. Der Dozent steuert, aber die Teilnehmer geben den Ton an – sie nennen reale Probleme aus ihrem Job, schlagen Prompt-Ideen vor und diskutieren Abwägungen. Das Ziel ist es, Prompting-Urteil zu lernen, indem man einem Fachbeobachter bei der Navigation von Unsicherheiten in Echtzeit zuschaut.
Drei Workflow-Archetypen strukturieren die Sitzung:
- Transformieren – Eingabe X, Ausgabe Y erzeugen (Meeting-Notizen → Maßnahmen; Rohdaten → E-Mail-Zusammenfassung; Kundenfeedback → thematischer Bericht)
- Entwerfen – Eine erste Version von etwas erstellen, das man normalerweise von Grund auf schreiben würde (Angebote, E-Mails, Stellenausschreibungen, Social-Media-Posts)
- Analysieren – Ein Dokument oder Datensatz untersuchen, für das man keine Zeit hat, es genau zu lesen (ein 40-seitiger Bericht, eine Tabelle mit Umfrageantworten, ein Vertrag)
Setup und Rahmung (10 Min.): Der Dozent stellt die drei Archetypen vor und erklärt, wie die Sitzung abläuft. Teilnehmer reichen reale Workflow-Probleme aus ihrem Job über ein geteiltes Dokument oder den Chat ein.
Live-Build #1 – Transform-Workflow (20 Min.): Der Dozent wählt ein eingereichtes Problem aus und baut es live, während der Raum Prompt-Ideen, Gegenargumente und Verfeinerungen einbringt. Der Dozent kommentiert jede Wahl. Es endet mit einer funktionierenden Prompt-Vorlage, die der Teilnehmer, dessen Problem es war, behalten kann.
Live-Build #2 – Draft- oder Analyse-Workflow (20 Min.): Gleiche Struktur, anderer Archetyp, Problem eines anderen Teilnehmers.
Reflexion & Austausch (10 Min.): Teilnehmer nehmen sich einen Moment, um einen überraschenden Prompting-Schritt, etwas, das sie anders machen würden, und ein Muster, das sie mitnehmen, aufzuschreiben. Kurzer Gruppenaustausch – 3-4 Stimmen, nicht alle. Der Dozent verknüpft die Beobachtungen mit der umfassenderen Prompt-Bibliothek.
Phase 5 – Verbindung von Claude mit Ihren Tools über MCP – 50 Minuten
- Was ist MCP (Model Context Protocol)? Das universelle Steckersystem für KI-Tools
- Warum MCP wichtig ist: Claude vom Chat-Assistenten zu einem verbundenen Workflow-Hub machen
- Die Connector-Bibliothek: Durchsuchen und Hinzufügen von Integrationen direkt aus der Claude-App
- Desktop-Erweiterungen: Ein-Klick-Installationen für Claude Desktop (keine Konfigurationsdateien erforderlich)
Live-Demo: Der Dozent verbindet Claude über die Connector-Oberfläche mit zwei Diensten und demonstriert Cross-Tool-Workflows:
- „Prüfe meinen Google-Kalender auf die Meetings für morgen und entwirf für jedes eine Vorbereitungs-E-Mail.“
- „Lies die neuesten Updates von unserem Projektbrett und schreibe eine Statuszusammenfassung.“
- „Ziehe Daten von diesem verbundenen Dienst und erstelle daraus einen lokalen Bericht.“
Geführte Übung: Teilnehmer verbinden Claude mit mindestens einem Dienst. Optionen für unterschiedliche Vertrautheitsstufen:
- Option A: Verbindung eines fertigen Connectors aus der Bibliothek (z. B. Gmail, Google Drive oder ein Demo-Dienst) – klicken, authentifizieren und loslegen
- Option B: Hinzufügen eines benutzerdefinierten Connectors durch Einfügen einer MCP-Server-URL (der Dozent stellt eine Test-URL bereit)
- Option C: Installation einer Desktop-Erweiterung aus dem Marketplace (für Claude-Desktop-Nutzer)
Die Teilnehmer geben Claude anschließend eine Aufgabe, die den verbundenen Dienst nutzt – z. B. „Lies meine letzten E-Mails über Projektupdates und erstelle ein Zusammenfassungs-Dokument.“
Begriffe, die behandelt werden:
- Wie Connectoren funktionieren: OAuth-Authentifizierung, Berechtigungen und welcher Zugriff gewährt wird
- Verwaltung des Tool-Zugriffs: Aktivieren, Deaktivieren und Steuern, welche Connectoren Claude pro Konversation verwenden darf
- Sicherheitsbewusstsein: Nur mit vertrauenswürdigen Diensten verbinden und Tool-Berechtigungen überprüfen
- Das MCP-Ökosystem: Wo neue Connectors, Erweiterungen und Community-Server zu finden sind
Ziel: Teilnehmer sehen Claude als verbindende Schicht zwischen all den Diensten, die sie bereits nutzen, nicht nur als Coding-Tool.
Pause – 10 Minuten
Phase 6 – Abschlussprojekt & nächste Schritte – 65 Minuten
Mini-Abschlussprojekt (45 Min.): Jeder Teilnehmer wählt ein Szenario und baut es mit Claude:
- Eine polierte Landing Page oder Portfolio-Seite für ihr Team, Projekt oder ihre persönliche Marke
- Eine Datenanalyse-Pipeline: Eine Datei hochladen, von Claude analysieren lassen und einen visuellen Bericht erstellen
- Ein interaktives Tool, das ein reales Problem aus ihrem Workflow löst (Rechner, Tracker, Umrechner, Quiz)
- Ein verbundener Workflow: Daten von einem verbundenen Dienst ziehen, transformieren und ein Ergebnis erzeugen (z. B. „Lies meinen Kalender für nächste Woche und erstelle einen visuellen Zeitplan“)
Der Dozent geht durch die Gruppe, hilft beim Verfeinern von Prompts und präsentiert herausragende Beispiele.
Showcase und Abschluss (20 Min.):
- 6-8 Teilnehmer teilen, was sie gebaut haben (2-3 Min. je Teilnehmer)
- Weiterführende Schritte: Claude Code CLI für Terminal-Nutzer, VS Code-Erweiterung für Entwickler, Cowork für Wissensarbeiter
- Das MCP-Ökosystem: Finden und Bewerten neuer Connectors, Erweiterungen und Community-Server
- Abos: Free vs. Pro vs. Max – was jedes bietet und welches zum jeweiligen Anwendungsfall passt
- Zusammenfassung der besten Praktiken: Die Muster der Prompt-Bibliothek, die während der Sitzung am besten funktioniert haben
- Empfohlene Ressourcen: Offizielle Dokumentation, Community-Kanäle, Anthropics Prompting-Guide
- Teilnehmer erhalten eine Referenzkarte mit wichtigsten Prompting-Mustern, Connector-Einrichtungsschritten und einer kuratierten Liste nützlicher MCP-Integrationen
Voraussetzungen
Voraussetzungen
Grundverständnis von
- Grundlegende Computerkompetenz: Navigation in Dateien und Ordnern, Nutzung eines Web-Browsers und Installation von Anwendungen
- Allgemeine Kenntnis der Funktionsweise von KI-Assistenten (z. B. gelegentliche Nutzung von ChatGPT, Gemini oder Claude ist hilfreich, aber nicht erforderlich)
Erfahrung mit
- Keine Erfahrung in Programmierung, Coding oder der Nutzung von Terminals erforderlich. Dieser Kurs ist für Personen konzipiert, die noch nie eine Zeile Code geschrieben haben.
- Keine Vorkenntnisse mit Claude oder anderen KI-Tools notwendig.
Technische Anforderungen
- Teilnehmer sollten einen Laptop (Mac, Windows oder Linux) mit einem aktuellen Web-Browser mitbringen
- Eine stabile Internetverbindung
- Ein Claude Pro-Abo für die Dauer der Sitzung (ein 1-monatiges Geschenk-Abo ist in die Kursanmeldung enthalten; Einrichtungsanweisungen werden vor Kursbeginn versandt)
- Claude Desktop wird empfohlen, ist aber nicht zwingend erforderlich (die Web-App unter claude.ai reicht für alle Übungen aus)
- Ein Google-Konto wird für die Übung mit MCP-Connectoren (Gmail, Google Drive, Google Kalender) empfohlen, alternativ sind jedoch andere Connector-Optionen verfügbar
Zielgruppe
- Wirtschaftliche Fachkräfte, die KI für Produktivität und Automatisierung nutzen möchten
- Marketing-Manager, operative Leiter und Analysten, die repetitive Aufgaben automatisieren wollen
- Gründer und Unternehmer, die Prototypen ohne Anstellung von Entwicklern erstellen möchten
- Pädagogen und Forscher, die KI-gestützte Workflows erkunden
- Jeder, der ohne technischen Hintergrund neugierig ist, was Claude bauen kann
Erfahrungsberichte (1)
Ich habe Wissen über die Streamlit-Bibliothek von Python erworben und werde sie sicherlich verwenden, um Anwendungen in meinem Team zu verbessern, die mit R Shiny erstellt wurden.
Michal Maj - XL Catlin Services SE (AXA XL)
Kurs - GitHub Copilot for Developers
Maschinelle Übersetzung