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Schulungsübersicht
Grundlagen der RISC-V-Architektur und Übersicht über das Ökosystem
Überblick über die ISA-Landschaft von RISC-V sowie deren Verbreitung in der Industrie
- Die Philosophie offener ISAs – sowie die Standardisierungsarbeiten durch RISC-V International
- Das grundlegende Verständnis von RISC-V: Load-Store-Architektur, Registerdatei und Byte-Reihenfolge
- Vergleich mit ARM, x86 sowie POWER – Vor- und Nachteile für heterogene Computing-Umgebungen
- Evaluation der Reife des RISC-V-Ökosystems: Akteure wie SiFive, T-Head und Western Digital sowie die zunehmende Community aus Open-Source-Entwicklern
- Standardisierte Schnittstellen: Das RISC-V Privileged ISA sowie der Machine Software Abstraction Layer (MSBL)
Speichermodelle und Einhaltung von ABI-Regeln
- Vorgaben der unprivilegierten Architektur: Registerzuordnung, Fehlerbehandlung sowie Speicherorganisation
- Die Befehlssätze RV32I und RV64I – sowie deren Abwärtskompatibilität für plattformübergreifende Softwareentwicklung
- Regeln zur Speicheroderung und Sperrbefehle in Systemen mit mehreren Prozessoren
RISC-V-Assemblerprogrammierung und Compiler-Toolchains
Einführung in das niedrigschwellige Programmieren
- Grundlegende Ganzzahl-Befehle (I), Operationen mit Multiplikation/Division (M) sowie atomare Aktionen (A)
- Programmierrichtlinien für 32- und 64-Bit-Zielsysteme
- Aufrufkonventionen sowie Verwaltung des Stacks in zeitsensitiven bzw. embedded-Umgebungen
Beherrschung der Compiler-Toolchains
- LLVM-basierte Werkzeuge: Clang, LLVM und Binutils für die Cross-Kompilierung unter RISC-V
- Konfiguration von Linker-Skripten, Speichersegmenten sowie Speicheraufteilung in Umgebungen ohne Betriebssystem oder im Rahmen von Echtzeitbetriebssystemen
- Verwendung kompilierseitiger Intrinsics, Optimierungsoptionen und Analysemethoden zur Leistungssteigerung des Codes
- Entwicklungsprozesse für Open-Source-Toolchains: Erstellung, Tests sowie Verpackung von angepassten GCC- oder Clang-Ausführungen
Entwicklung eingebetteter Systeme und Echtzeitbetriebssysteme
Programmierung im reinen Hardware-Modus sowie unter RTOS-Umgebungen
- Systemprogrammierung mit Rust für RISC-V: abstraktionsarme Ansätze, sichere Speicherverwaltung und Entwicklung „am Silizium“
- Nutzung von No-Std-Umgebungen: individuelle Linker-Einstellungen, Gerätetreiber-Entwicklung sowie Arbeit mit speicherspezifischen Zugriffen
- Zephyr RTOS sowie Implementierung eines Buildroot-BSP für RISC-V-Systeme
- Programmierung von Peripheriebauteilen: GPIO, I2C, SPI, UART sowie DMA-Controller
Energieeffizienz und Performance-Optimierung
- Einsatz von Taktabschaltung, Verwaltung von Stromdomänen sowie Optimierung energiesparender Modi
- Genaue Analyse der Ausführungsgeschwindigkeit mittels Simulationsprofilern und Hardware-Messgrößen
- Tuning der Interrupt-Reaktionszeiten in sicherheitsrelevanten Systemen<\/li>
Entwicklung von Linux-Kernel und Bootloader für RISC-V
Firmware-Entwicklung sowie Bootprozess-Einrichtung
- Erstellung von OpenSBI – der Implementierung des SBI-Standards – als Boot-Firmware
- Aufbau einer modernen Firmware-Umgebung mittels UEFI bzw. EDK II für RISC-V-Systeme
- Portierung von Coreboot und U-Boot auf RISC-V-Platinen mit geringem Hardware-Aufwand
Integration des Linux-Kernels
- Erfahrungen bei der Beitragsleistung zum Hauptkern von Linux: Erstellung von Device Tree-Definitionen, Konfiguration der CPU-Struktur sowie Treiber für Interrupt-Controller nach AIA-Standard
- Erstellung von Vendor-BSPs sowie konfigurierbarem Kernel für individuelle SoC-Systeme
- Betriebssystem-Unterstützung: Dateisysteme, Netzwerkfunktionen sowie Containertechnologien wie Docker und Kubernetes unter RISC-V
SoC-Design mit RISC-V sowie Prototypierung via FPGA
Aufbau von Mehrkern-Systemen und deren Integration
- Möglichkeiten des Netzwerk-on-Chip (NoC)-Entwurfs in mehrkernigen RISC-V-Umgebungen
- Verwendung von Axi4 bzw. CHI zur Gewährleistung von Cache-Kohärenz und Kommunikation zwischen Prozessoren
- Einsatz offener IP-Bausteine: OpenCores, ChIPS Framework sowie kommerzielle RTL-Module aus der Industrie
- Entwurf von Bus-Strukturen sowie Anbindung diverser Speichertypen wie DDR, SRAM, eMMC oder PCIe
Prototypisierung mittels FPGA-Technologie
- Synthese von RISC-V-Kernen (z. B. BOOM, VexRiscv oder PULP) in FPGAs
- Einführung in die funktionale Verifizierung mittels SystemVerilog Assertions (SVA) sowie UVM-Methodik
- Nutzung von Formal Verification-Werkzeugen zur Qualitätssicherung und Überprüfung von Eigenschaften des RISC-V-Kerns
RISC-V Vektorerweiterungen sowie fachspezifische Beschleunigerlösungen
Vertiefte Betrachtung der RVV-Erweiterung (RISC-V Vector)
- Optimierungsmöglichkeiten durch Vektor-Lese-/Schreiboperationen, Fused Multiply-Add (VFMA) sowie Matrixberechnungen
- Nutzung variabler Vektorgrößen – das heißt VL und VLEN – für optimierte SIMD-Ausführungen je nach Aufgabenstellung
- Kontrolle mittels Vektormasken, Segmentsteuerung sowie flexible Datentyp-Einstellungen für DSP- oder ML-Anwendungen
Eigene DSP-Lösungen und Anpassung der Instruktionsarchitektur
- Entwurf von fachspezifischen Beschleunigerbausteinen mittels individueller Erweiterungen und CBAR-basierter Schnittstellen für Operanden
- Anpassung des Compiler-Frontends zur Generierung sowie Ausgabe maßgeschneiderter Befehle
- Strategien der Aufteilung von Software- und Hardware-Ressourcen – notwendig bei der Integration von Beschleunigerkomponenten in produktionsfähige SoCs
KI-Beschleunigung sowie Edge-Machine-Learning auf RISC-V-Systemen
Entwurf und Einbindung von NPUs für RISC-V-Prozessoren
- Aufbau einer neuronalen Recheneinheit: Aufgaben sind z. B. Verwendung von Systolic-Arrays, Tensor Cores sowie Gewichtskompression zur effizienten KI-Ausführung direkt auf dem Chip
- Methoden der Modellquantisierung (INT8, INT4, FP8) – zentral für den Einsatz von RISC-V im Edge-Umfeld
- Funktionale Kompatibilität mit gängigen KI-Frameworks: TensorFlow Lite Micro, ONNX Runtime sowie PyTorch Edge unterstützen ebenfalls RISC-V-Systeme
Heterogenes Computing für komplexe KI-Aufgaben
- Gemeinsame Entwicklung einer RISC-V-Hauptprozessor-CPU mit zugeordneter NPU für zeitkritische Inferenz-Prozesse
- Optimierung der Speicherinfrastruktur: gezieltes Management von HBM- und DDR-Bandbreiten zur Verarbeitung großer KI-Modelle
- Einhaltung thermischer sowie Energieaufwandsgrenzen bei Einsatz solcher Systeme im Edge-Bereich
Hardware-Sicherheit und vertrauliches Rechnen unter RISC-V
Schutz von Speichern sowie sichere Ausführungsumgebungen
- Nutzung physikalischer Speicherschutzmechanismen (PMP) und Sicherheitsarchitekturen für Seitentabellen
- Implementierung von Trusted Execution Environments auf Basis des OP-TEE-Modells – ebenso wie Umgebungen im Stil von AMD SEV
- Sicherung der Boot-Prozesskette: Schaffung einer Root of Trust, sicherer Startmechanismen sowie Nachweis der Integrität bei Systemstart
Beschleunigung kryptografischer Algorithmen
- RISC-V-Erweiterungen für Kryptographie (Zk, Zkr und K-Familien): Nutzung von Hardware-Befehlen etwa zur Beschleunigung von SHA, AES, RSA sowie ECC-Vorgängen
- Einsatz moderner post-quanten-kryptographischer Verfahren – auch für kommende Generationen von RISC-V-Prozessoren denkbar
- Gegenmaßnahmen gegen Seitenkanalangriffe: Einsatz konstantzeitlicher Programmiermethoden, Maskierungstechniken sowie Hardware-gestützte Zufallsgeneratoren
Fortgeschrittenes Architekturentwurf und Erweiterung der Instruktionssätze
Fachspezifische Architekturgestaltung sowie neue Befehlsstrukturen
- Entwicklungsprinzipien für ISA-Erweiterungen: Kodierungsregeln, Tabellenaufbau, Einfluss auf die ABI sowie das formelle Antragsverfahren bei RISC-V International
- Erstellung individualisierter Registergruppen mittels CBAR – also kundenspezifischer Basisadressregister zur Verteilung von Operanden
- Einfluss auf die Befehlspipeline: Ermittlung möglicher Hazard-Situationen und entsprechende Modifikationen für neue Funktionen
Verifizierung sowie Qualitätskontrolle bei neuen Architektur-Anpassungen
- Erstellung von Testumgebungen: Unterschiedliche Strategien wie zielgerichtetes oder randomisiertes Stimulus-Generieren
- Einsatz von Regressionsverfahren und kriteriengesteuerten Prüfmethoden zur Erfolgskontrolle der Änderungen
- Sicherstellung der Kompatibilität: neue Instruktionen müssen stets mit etablierten ABI-Vorgaben harmonieren
Anwendungsbereiche in sicherheitsrelevanten Systemen und Automobilindustrie
Einhaltung funktionaler Sicherheitsnormen sowie Konformität mit Automobilstandards
- Erfüllung der ISO 26262-Anforderungen für sicherheitskritische Automobilprozessoren auf Basis von RISC-V
- Zuweisung von ASIL-Q-Grade sowie Ausarbeitung detaillierter Sicherheitshandbücher zur Nutzung von Silizium-IP im Fahrzeugbereich
- Verwendung deterministischer Interrupt-Verwaltung, Lockstep-Kernpaare sowie speicherbezogener Schutzmechanismen in RISC-V-Systemen
Einsatz in der industriellen Echtzeittechnik und am Edge
- Konformität mit IEC 61508 SIL-Standards – ebenso wie planbare Prozessabläufe in Mehrkern-Systemen
- Ausbau von industriellen IoT-Gateways unter RISC-V: Vernetzungsfunktionen, Analysedienste am Edge sowie automatisierte Update-Mechanismen für Firmware
Abschlussprojekt: Vollständige Entwicklung eines RISC-V-Systems von Grund auf
Gesamtprozess des Projekts
- Ausarbeitung einer detaillierten Architekturspezifikation – inklusive geplanter ISA-Erweiterungen und Kerneinstellungen für den konkreten Anwendungsfall
- Implementierung des Designs mittels SystemVerilog sowie Validierung durch UVM-Tests und Formal Verification-Methoden
- Aufbau eines FPGA-Prototyps, Erstellung der Boot-Firmware sowie Integration maßgeschneiderter Treiberpakete für den Hardware-Modus
- Anpassung des Linux-BSPs ebenso wie individueller Compiler-Toolchains an das eigenentwickelte RISC-V-Design
- Einführung sowie Test einer KI-Arbeitslast: Implementierung der NPU, Modellquantisierungsmethode und abschließende Performance-Messung
- Durchführung aller Sicherheitsprüfungen: Verifizierung der PMP-Regeln, Überprüfung sicherer Boot-Prozesse sowie Analyse der kryptographischen Beschleunigungsperformance
- Erstellung einer technischen Architekturdokumentation, Auswertung des IP-Potenzials sowie Präsentation der Ergebnisse vor einem interdisziplinären Team
Voraussetzungen
Keine Vorkenntnisse erforderlich.
21 Stunden
Erfahrungsberichte (2)
Die Erklärungen und Interaktivität des Trainers waren ausgezeichnet; er hat das Thema wirklich gut vermittelt. Obwohl ich wahrscheinlich nicht erfahren genug war, habe ich dennoch sehr viel daraus gelernt!
Pieter Bruynseels - Spot Buy Center BV
Kurs - Design Patterns
Maschinelle Übersetzung
Ich mochte die Plattform, die wir verwendet haben. Sie war wirklich gut und einfach zu bedienen. Ich mochte den TypeScript-Bereich, insbesondere den Teil über Namespaces und Module.
Robert - DB Global Technology
Kurs - JavaScript - Advanced Programming
Maschinelle Übersetzung